Am jubel-Forum in Schaan trafen sich Schüler aus ganz Liechtenstein mit Vertreter:innen aus Bildung, Jugendarbeit und Politik. Gemeinsam diskutierten sie Themen, die junge Menschen aktuell beschäftigen.
Am 29. April wurde der SAL zum Treffpunkt für rund 60 Klassensprecher:innen und 35 Erwachsene. In zwei Diskussionsrunden à 45 Minuten tauschten sie sich an acht Tischen intensiv aus. Ziel war es, jungen Menschen Raum zu geben, ihre Anliegen einzubringen und aktiv mitzuwirken. So entstehen direkte Begegnungen zwischen Jugendlichen und Entscheidungsträger.
Das jubel-Forum ist seit 2007 ein fester Bestandteil der Jugendbeteiligung in Liechtenstein und wird vom aha – Tipps & Infos für junge Leute organisiert. Unterstützt von Fachpersonen aus der Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit und weiteren Expert:innen entstand ein offener und respektvoller Austausch.
Die Gespräche zeigten schnell, wie vielfältig die Themen sind, die Jugendliche aktuell beschäftigen. Die Diskussionen reichten von Social Media bis hin zum Schulalltag.

Lia, Alina und Keano. Foto Credits: Junus Spieker / aha
An einem Tisch wurde über die aktuelle Entwicklung der Social-Media-Strategie der Regierung diskutiert. Dabei ging es auch darum, wie Jugendliche besser vor Risiken geschützt werden können. Genannt wurden unter anderem mehr Aufklärung für Jugendliche und Eltern sowie die Idee, ein gesetzliches Mindestalter festzulegen.
Das Thema Schule zog sich durch viele Tischgespräche. Es wurde darüber gesprochen, wie Beteiligung an verschiedenen Schulen gestärkt werden kann. Am Tisch „Barrieren im Kopf“ ging es um Mobbing und mögliche Lösungsansätze. Auch beim Thema „Kinder- und Jugendrechte“ brachten Jugendliche ihre Erfahrungen aus dem Schulalltag ein, zum Beispiel zur Kleiderordnung an Liechtensteiner Schulen.
Programmleiterin Nathalie Jahn beschreibt die Stimmung so: „Am jubel-Forum wird sichtbar, was junge Menschen bewegt. Sie bringen klare Wünsche und Ideen ein und zeigen, dass sie ihre Zukunft aktiv mitgestalten wollen.“
Austausch auf Augenhöhe
Die Diskussionen fanden nicht nur unter Jugendlichen statt, sondern auch im direkten Austausch mit der Politik. Regierungsrat Emanuel Schädler war während der gesamten Veranstaltung anwesend und beteiligte sich aktiv an den Gesprächen. In seiner Rede betonte er, dass Erwachsene viel von Jugendlichen lernen können. Er ermutigte die Jugendlichen, ihre eigenen Perspektiven einzubringen und auch Themen anzusprechen, die sonst oft übersehen werden.
Zugleich machte er deutlich, dass die Politik Räume wie das jubel-Forum ermöglichen und stärken muss, damit junge Menschen sich einbringen können. Wörtlich sagte er: „Im Wort Beteiligung steckt das Wort ‘Teil’ drin und ihr Jugendlichen seid Teil dieser Gesellschaft. Eure Perspektive ist wertvoll, eure Fragen sind berechtigt und eure Stimme zählt.“
Moderation durch Jugendliche
Neben den Diskussionen trug auch die Moderation wesentlich zum Gelingen des Vormittags bei. Das jugendliche Moderationsteam mit Alina, Lia und Keano (siehe Foto ben) führte souverän durch das Programm und sorgte für einen klaren Ablauf.
Alina und Keano standen bereits zum zweiten Mal als Moderator:innen auf der Bühne. Sie sagen dazu: „Zum wiederholten Mal hat uns das Forum viel Freude bereitet und Erinnerungen sowie Sicherheit beim Präsentieren gegeben.“
Mehr Informationen zum jubel-Programm unter: www.jubel.li.
Factbox
Diese Themen wurden am jubel-Forum 2026 besprochen:
· Jung sein. Mitreden. Verändern
· Gemeinsam gestalten
· Schools go green: Grüne Schulareale
· Wohlfühlen – mental stark und gesund
· Know Your Rights: Kinder- und Jugendrechte
· Schule neu denken
· Klicks, Likes und Fake News
· Barrieren im Kopf – Toleranz im Alltag