Mittwoch, 4.3.2026, 18 Uhr Salzburgarena – Halbfinale im ÖFB-Cup – Altach erlebt eine Sternstunde seiner Vereinsgeschichte – und wir alle live dabei.
Ein kurzer, ganz persönlicher Blick zurück. Seit ich denken kann, habe ich Fußball in meinem Blut und den SCR Altach in meinem Herzen. 1929 wird der SCR Altach gegründet – es ist gleichzeitig auch das Geburtsjahr meines Vaters. So wurde mir der Verein in die Wiege gelegt und wir sind quasi neben dem alten “Riedle” aufgewachsen. Für Altach zu spielen, war damals unser Traum, den wir erfüllt bekamen. Zwischenzeitlich stehen meine Kids auf der “Süd” und ich als Ordner mit meiner Enkeltochter bei jedem Heimspiel.
Oft haben wir mitgelitten, gehadert, gefeiert und auch oft kritisiert. ABER verloren haben wir die Begeisterung für UNSEREN Verein NIE. Und das bleibt auch so – Basta.
Und gestern durften wir eine STERNSTUNDE und einen der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte miterleben. Die Details zum Spiel könnt ihr in allen Zeitungen und Portalen lesen oder habt ihr längst gelesen – die Aufstellungen, die Auswechslungen und und und.
Ich will da heute einen anderen Blick auf dieses Spiel werfen. Ich will euch die Einzigartigkeit dieses Spiels verdeutlichen, die Einzigartigkeit dieses Vereines mit seinen Fans, Funktionären und Helfern etc.
Gestern fuhren 6 Busse nach Salzburg – dazu noch unzählige Privatautos. Der Verein hat eine Funktionärs- und Helferfahrt organisiert. Alle mit SCR-Altach Blut in ihren Herzen waren dabei.

Coole Choreo der Altach Fans als Einstimmung auf das Halbfinale in Salzburg
Was bedeutet denn so ein “kleines” Fußballspiel in einer Welt, die derzeit aus den Fugen zu geraten scheint? Ich sage – wir Menschen brauchen solche Dinge, um die Welt rund um uns herum “aushalten” zu können.
Ein paar Gedanken zum erstmaligen Finaleinzug des SCR Altach in das ÖFB-Cupfinale
- Ein Spiel von Altach wird live in ORF 1 übertragen – viele von meinen Lesern kennen das “Riedle”, wo alles begann, gar nicht mehr. Es war unvorstellbar, dass ein Altach Spiel einmal im Fernsehen übertragen wird.
- In den letzten 11 Jahren kamen ALLE Meister in der österr. Bundesliga nur von Red Bull Salzburg und Sturm Graz. Beide haben wir innerhalb von einem Monat im Viertel- und Halbfinale besiegt – beide haben wir verdient besiegt – zuerst im Heimspiel gegen die Mannschaft unseres ehemaligen Trainers Ingolitsch und gestern in Salzburg gegen die beste Mannschaft der letzten 11 Jahre in Österreich.
- Jetzt stehen wir im Finale in Klagenfurt – der nächste Höhepunkt in der Vereinsgeschichte folgt also.
- Dazu fahren wir am kommenden Sonntag nach Graz und wollen dort Sturm Graz ein zweites Mal innerhalb von wenigen Wochen besiegen – wir wollen das nicht nur, wir können das auch. Ob es gelingt, werden wir sehen. Die Qualifikation für die Top 6 wäre der nächste Meilenstein für Altach – mein Traum, den ich seit Beginn der Vorbereitung auf diese Saison träume. Ab und zu werden Träume wahr.
- Es gibt wohl keinen einzigen Bericht von mir, wo ich nicht auch kritische Worte gefunden habe. Ich finde das wichtig und richtig. ABER dieses mal will ich gar nichts kritisieren, obwohl ich auch diesmal etwas gefunden habe. ABER heute ist nicht der Tag der Kritik – heute ist der Tag des Lobes. Des Lobes an die Mannschaft, an den Trainerstab, an den Verein, die sportliche Führung und an die Fans. Genießen wir alle den Augenblick und freuen uns einfach mit dem SCR Altach
Noch ein Satz zum Spiel – perfekte Mannschaftsleistung und das Siegestor durch unseren Kapitän und Mentalitätsmonster Lukas Jäger. Oft hat er zuletzt im Mittelfeld überfordert gewirkt – jetzt mit seiner neuen Position in der Abwehr haben wir unseren “alten” Lukas Jäger wieder zurück. Ein “Kämpfer vor dem Herrn”, der IMMER alles für Altach gibt und ein grandioser Kapitän ist. Ich gönne es ihm so sehr – meinem “Man of the Match”
Und noch etwas bringt der Erfolg von gestern mit sich – die Chancen stehen gut, dass bald wieder der „Wind von Europa“ durchs Ländle weht. Als Gewinner im Finale wären wir automatisch für den Europacup qualifiziert. Dazu kommt, dass wir die Spiele dann endlich Zuhause in unserem Schnabelholz spielen könnten und nicht mehr nach Innsbruck ausweichen müssten. Mehreinnahmen von über 500.000 Euro als „Startgeld“ kommen dann zusätzlich in unsere Kassen. Also – alle Kräfte sammeln – unter die Top 6 oder zum Finalsieg. Europa wir kommen – wir haben zwei Möglichkeiten dazu – am liebsten ist mir, wir nutzen beide.
Mit sportlichem Gruß – G.Ender