Der diesjährige Schaaner Ried Nachtumzug in Frastanz zog zahlreiche Gruppen und Zuschauer an und bestätigte einmal mehr seine Bedeutung als regionales Brauchtumsereignis. Auffällig war vor allem die hohe Zahl junger Teilnehmer, die mit großem Engagement und sichtbarer Vorfreude mitwirkten und das Bild des Umzugs prägten.
Witterungsbedingt stand die Veranstaltung jedoch unter schwierigen Vorzeichen. Anhaltender Regen sowie wiederkehrende Sturmböen beeinträchtigten sowohl Ablauf als auch Stimmung spürbar. Viele Zuschauer suchten immer wieder Schutz, während die Gruppen entlang der Strecke wiederholt längere Unterbrechungen und ungewohnt lange Wartezeiten, bis ihre Gefährte anrollen und sich in den Umzug einreihen konnten in Kauf nehmen mussten.
Organisatorisch zeigte sich der Abend insgesamt zäh: Über weite Strecken kam der Umzug kaum voran, wodurch für Mitwirkende und Publikum lange Wartezeiten entstanden. Die Dynamik, die ein Nachtumzug üblicherweise entfaltet, stellte sich daher nur eingeschränkt ein. Mehrere Rückmeldungen vor Ort deuteten darauf hin, dass die Verzögerungen für spürbare Unzufriedenheit ob der längeren Wartezeiten in der Wagenschlange sorgten.


Im Vergleich zu früheren Austragungen fiel zudem der reduzierte Rahmen auf. Es gab weder ein Feuerwerk (Gsi.News berichtete) noch ein Festzelt, wodurch der ehemals sehr beliebte Ausklang fehlte. Auch die traditionell geworfenen Süßigkeiten stießen auf ungewohnt verhaltene Resonanz – vielerorts blieben sie liegen und wurden kaum aufgesammelt.
Unterm Strich zeigte sich ein Umzug mit engagierten, besonders jungen Teilnehmern, dessen Wirkung jedoch stark von Wetterbedingungen und einem stockenden Ablauf der Umzugswagen geprägt wurde.












