Der Stadttunnel Feldkirch ist eng mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs verknüpft. Indem der Durchzugsverkehr künftig unterirdisch geführt wird, entstehen an der Oberfläche neue Spielräume für einen verlässlicheren und leistungsfähigeren öffentlichen Verkehr.
Weniger Stau und geringere Verkehrsbelastung sollen vor allem die Fahrplanstabilität verbessern und gleichzeitig den weiteren Ausbau des Angebots ermöglichen. „Ein starker Personennahverkehr geht Hand in Hand mit dem Stadttunnel Feldkirch. Unterirdisch fließt der Verkehr, oberirdisch nutzen wir den Platz für Stadtentwicklung und sanfte Mobilität,“hält Bürgermeister Manfred Rädler fest.
Attraktiver Stadtbus
Ein zentraler Baustein ist das Projekt „Zukunft Stadtbus 2030plus“. Die erste Phase wurde mit der Einführung einer neuen Linie vom Bahnhof über das Landeskrankenhaus nach Tisis bereits umgesetzt. Seit 2024 folgte in einer zweiten Phase eine deutliche Ausweitung des Angebots. Ende 2025 ist mit der geplanten Linie 414 zudem eine neue grenzüberschreitende Verbindung nach Ruggell umgesetzt worden. In Zukunft sollen die Anschlüsse im Stadtbusnetz auch evaluiert werden.
Bahnprojekte im Fokus
Parallel dazu wird auch die Bahninfrastruktur im Raum Feldkirch schrittweise modernisiert. Im Sommer 2024 starteten die Hauptarbeiten für die Erneuerung der Strecke zwischen Feldkirch und Buchs. Bis 2029 sind in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz zahlreiche Maßnahmen geplant. In Tosters fand kürzlich der Spatenstich zur neuen Haltestelle Feldkirch-Tosters nahe dem Landeskrankenhaus statt. Diese wird mit einem barrierefreien Zugang, direkter Anbindung an den Stadtbus sowie großzügigen Bike-and-Ride-Anlagen ausgestattet sein. Ab 2028 folgen der barrierefreie Ausbau und die Aufwertung der Haltestellen Altenstadt und Gisingen, ergänzt durch neue Abstellanlagen für Fahrräder und weitere Lärmschutzmaßnahmen.
Ganzheitliche Mobilität
„Der Stadttunnel schafft die notwendige Entlastung, damit Bus und Bahn ihre Stärken im Stadtverkehr besser ausspielen können“, unterstreicht Planungsstadtrat Thomas Spalt. Ziel ist ein abgestimmtes Gesamtsystem, das den öffentlichen Verkehr attraktiver macht und langfristig als Rückgrat der Mobilität in Feldkirch wirkt.











