Budgetplanung der Gemeinde Lech: 2026 erstmals seit fünf Jahren wieder positives Haushaltsergebnis – Steigerung der Einnahmen im Vergleich zum Voranschlag des Vorjahres – höhere Erträge aus Abgaben, Vermietungen und Verpachtungen – Investitionen in Infrastruktur – Schuldenstand auf stabilem Niveau
In der ersten Gemeindevertretungssitzung im aktuellen Jahr wurde das Budget für 2026 einstimmig beschlossen. Die positive Entwicklung der Gemeindefinanzen spiegelt sich im aktuellen Budgetvoranschlag besonders stark wider. „Die Gemeinde Lech prognostiziert erstmals seit fünf Jahren ein positives Budget“, freut sich Bürgermeister Gerhard Lucian. Die erwarteten Erträge steigen im Vergleich zum Voranschlag 2025 um 2,9 Mio. Euro auf 31,7 Millionen Euro, die Ausgaben werden sich auf 31,5 Millionen Euro belaufen. Damit verbleibt ein leichter Überschuss von rund 200.000 Euro bei der Gemeinde. „Wir sind mit einer vorsichtigen Einnahmen- und Ausgabenplanung in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewesen. Dies zahlt sich jährlich bei den Rechnungsabschlüssen aus, bei denen wir regelmäßig besser abschneiden als geplant“, erklärt Bürgermeister Gerhard Lucian. Dies zeigt sich auch im vorläufigen Rechnungsabschluss 2025, sodass Einnahmen um rund 1 Million Euro über Budget realisiert werden konnten.
Einnahmen 2026 höher als Ausgaben
Die für 2026 geplanten Einnahmen der Gemeinde Lech werden um ca. 10 Prozent steigen und sich auf eine Summe von 31,7 Millionen Euro belaufen. Auch 2026 werden die Abgabenerträge wieder steigen und sich auf insgesamt 16,1 Millionen Euro belaufen – um 1,5 Millionen Euro mehr als 2025. Darunter fallen die Einnahmen aus Kommunalsteuern, Tourismusbeiträgen und Gästetaxen. Besonders auffällig: Die Erlöse aus dem Besitz der Gemeinde mit Einnahmen aus Baurechtszinsen und deren wirtschaftlicher Tätigkeiten wie den Vermietungen im Dorfhus und in den Lechwelten (u.a. Kongresse, Saalmieten, Handelsflächen) werden im Vergleich zu 2025 um nochmals 50 Prozent zum Vorjahr wachsen. „Aus Investitionen werden nun immer mehr Erträge. 2026 können bereits 1,5 Millionen Euro damit eingenommen. Das Geld kommt zurück“, freut sich Vizebürgermeister Elias Beiser.
Die geplanten Ausgaben 2026 der Gemeinde Lech werden sich auf 31,5 Millionen Euro belaufen. Die größten Ausgabenbereiche betreffen die Personalaufwendungen mit 6 Millionen Euro, die Transferaufwendungen an Unternehmen (u.a. Beiträge an die Lech Zürs Tourismus GmbH) mit 5,8 Millionen Euro, Transferaufwendungen an Träger öffentlichen Rechts (u.a. Beiträge an den Sozialfond und Landesgesundheitsfond) mit 3 Millionen Euro. 5,2 Millionen Euro werden in den Erhalt bzw. den Ausbau der örtlichen Infrastruktur investiert. Dazu zählen u.a. Straßenbau und Beleuchtung, Schutzwasser- und Lawinenverbauung, Bauhof, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sowie die Fertigstellung des Dorfzentrums mit der Umgestaltung des Kirchhügels und des Neubaus der Einfahrt der Parkgarage Anger.
Starke Erhöhung bei den Transferzahlungen
Besonders stark steigen auch 2026 die Ausgaben für die Beiträge zum Sozialfond (Plus von 7,5 % auf ca. 1,5 Millionen Euro) und für die Beiträge zum Landesgesundheitsfond (Plus von 12,1 % auf ca. 560.000 Euro). Bürgermeister Gerhard Lucian dazu: „Die stark steigenden Transferzahlungen der letzten Jahre belasten auch unsere Gemeinde. Umso wichtiger ist es aus Sicht der Gemeinde Lech, dass es zu einer Veränderung des aktuellen Schlüssels kommt.“
Vorschau auf den vorläufigen Rechnungsabschluss 2025
Bei den Einnahmen für das Jahr 2025 zeichnet sich ähnlich wie 2024 ein Plus von rund 1 Million Euro ab. Dies wurde nur aufgrund der konservativen Herangehensweise bei der Budgetierung der Einnahmen und dabei vor allem bei den Erträgen aus eigenen Abgaben möglich.
Reduktion des Schuldenstandes bis 2030
Der Schuldenstand bewegt sich in den Jahren 2024 bis 2026 konstant bei rund 51 Millionen Euro. Auf Basis der aktuellen Planrechnung wird sich dieser bis 2030 auf 45 Millionen reduzieren.











