Lawinenabgang im freien Skiraum in Mittelberg
Am Samstag, dem 11.1.2026, lösten ein 55-jähriger deutscher Freerider und sein 13-jähriger Sohn gegen 11:37 Uhr im freien Skiraum im Bereich „Ifen-Kellerloch“ ein Schneebrett aus. Die beiden waren vom organisierten Skibereich in den freien Skiraum eingefahren, als sich das etwa 200 Meter lange und rund 70 Meter breite Schneebrett löste. Vater und Sohn wurden nicht mitgerissen und blieben unverletzt.
Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Wintersportler von der Lawine verschüttet worden waren, wurde ein Großeinsatz ausgelöst. Einsatzkräfte der Bergrettung wurden mit drei Hubschraubern in das Gebiet auf rund 1900 Meter Seehöhe geflogen. Zunächst durchsuchten zwei Lawinenhunde der Vorarlberger Lawinenhundestaffel den Lawinenkegel, anschließend setzten Sondier-Mannschaften die Suche fort. Nachdem diese Maßnahmen ergebnislos blieben und auch Augenzeugen keine Hinweise auf weitere Verschüttete geben konnten, wurde der Einsatz um 13:15 Uhr beendet.
Im Einsatz standen insgesamt 40 Kräfte der Bergrettung mit zwei Lawinenhunden, 15 Mitglieder der Feuerwehren Riezlern und Mittelberg, die Pistenrettung Ifen, drei Hubschrauber sowie zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe Kleinwalsertal.
Für den Unfallbereich war die Lawinengefahrenstufe 4 (groß) ausgegeben.
Lawinenunfall in Zürs – zwei Skifahrer verletzt
Am Samstag, den 11. Jänner 2026, wurden gegen 10:30 Uhr zwei deutsche Skifahrer im freien Skiraum am Trittkopf oberhalb von Zürs von einer Lawine erfasst und verletzt.
Ein 60-jähriger und ein 55-jähriger Skifahrer fuhren von der Bergstation der Trittkopfbahn 2 in nördliche Richtung ab und querten dabei einen etwa 40 Grad steilen Hang auf rund 2350 Metern Seehöhe. Dabei löste sich ein Schneebrett, das sie erfasste und rund 50 bis 70 Meter über teils felsdurchsetztes Gelände mitriss. Beide kamen an der Schneeoberfläche zu liegen. Dem vorausfahrenden 55-Jährigen gelang es, seinen Lawinenairbag auszulösen, dem nachfolgenden 60-Jährigen nicht.
Die beiden unbestimmten Grades Verletzten wurden von den Notarzthubschraubern Gallus 1 und Gallus 2 mittels Tau geborgen und in die Landeskrankenhäuser Feldkirch und Bludenz geflogen.
Eine anschließende Sicherheitssuche im Bereich des Lawinenkegels durch Pistenrettung und Polizeihubschrauber verlief ergebnislos. Hinweise auf weitere beteiligte Personen oder Fremdverschulden liegen nicht vor. Die Lawinenwarnstufe betrug zum Unfallzeitpunkt oberhalb von 2000 Metern Stufe 4. Beide Skifahrer waren mit vollständiger Lawinenausrüstung inklusive Airbags ausgestattet.










