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Wiener Klassik mit Gérard Korsten und Daniel Loipold auf Ende Februar verschoben

von Red
16. Februar 2022
in gsi.musik, Kultur
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Gérard Korsten wirkte von 2005 bis 2018 als Chefdirigent des Symphonieorchester Vorarlberg. Copyright: Marco Borggreve

Gérard Korsten wirkte von 2005 bis 2018 als Chefdirigent des Symphonieorchester Vorarlberg. Copyright: Marco Borggreve

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Die für den 27. und 28. November vorgesehenen Konzerte des SOV werden am 26. und 27. Februar 2022 nachgeholt. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Dirigent Gérard Korsten und Solist Daniel Loipold so schnell einen neuen Termin finden konnten“, sagt SOV-Geschäftsführer Sebastian Hazod. Am 26. Februar spielt das Symphonieorchester Vorarlberg um 19.30 Uhr im Montforthaus Feldkirch. Einen Tag später ist es im Festspielhaus Bregenz zu Gast (27. Februar, 17 Uhr). Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit. Das dritte Abo-Konzert steht mit Werken von Beethoven und Mozart im Zeichen der Wiener Klassik.

13 Saisons leitete Gérard Korsten selbst das Symphonieorchester Vorarlberg. Mit Nachfolger Leo McFall arbeitete er beim Glyndebourne Festival eng zusammen. Die Verbindung nach Vorarlberg ist auch nach seiner Demission eng. Der gebürtige Südafrikaner betrachtet aus der Ferne, wie sich das Symphonieorchester Vorarlberg entwickelt, und ist noch immer mit vielen Mitgliedern des Ensembles befreundet. „Das SOV ist meine österreichische Familie“, sagt Korsten. Etwas ausführlicher äußert sich der Ehrendirigent auf Lebenszeit im neuen Podcast SOV ZUM REINHÖREN. Einige Tage vor jedem Abo-Konzert steht das Format auf www.sov.at bereit und liefert unterhaltsam aufbereitete Informationen rund um die aktuelle Produktion.

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Gérard Korsten hat über 100 Orchester in 24 Ländern geleitet. Er arbeitet als freier Dirigent und ist regelmäßig zu Gast bei renommierten Orchestern. Dazu zählen das Adelaide Symphony, BBC Scottish Symphony, Orchestra di Padova e del Veneto, die Camerata Salzburg, das Hong Kong Philharmonic und das SWR Sinfonieorchester.

Daniel Loipold ist Solohornist des Bruckner Orchester Linz.

Junger Hornist mit Solopart

Daniel Loipold ist seit dem Jahr 2016 Solohornist im Bruckner Orchester Linz. An der Anton Bruckner Privatuniversität in dieser Stadt studiert der junge Kärntner, der auch den zweiten Preis beim Internationalen Mozartwettbewerb 2020 der Universität Mozarteum gewann. Als Orchestermusiker und auch als Solist sammelte er viel Erfahrung, beispielsweise im European Union Youth Orchestra, WDR Sinfonieorchester Köln und im Deutschen Sinfonieorchester Berlin. Mit dem SOV spielt er Mozarts Hornkonzerte Nr. 2 und 3.

Dreimal Mozart …

Diese Stücke entstanden zwischen 1781 und 1791. Mozart widmete sie dem befreundeten Hornisten Joseph Leutgeb. Sie zählten zu Mozarts ersten Konzerten für Horn. Sein Antrieb, sich mit diesem Instrument zu beschäftigen, war die neue Stopftechnik beim ventillosen Naturhorn. Leutgeb beherrschte sie als einer der ersten Hornisten und bettelte Mozart geradezu um Konzerte an. So stand dieser einerseits vor neuen kompositorischen Möglichkeiten, andererseits vor neuen Herausforderungen.

Im April 1773, mit gerade einmal 17 Jahren, brachte Mozart die Symphonie Nr. 22 KV 162 zu Papier. Dass sie beim einen Zuhörer oder der anderen Zuhörerin Bilder von Italien heraufbeschwört, liegt vermutlich an ihrer Entstehungsgeschichte. Kurz zuvor war Wolfgang Amadeus mit seinem Vater Leopold nach Italien gereist. Ihr Ziel: neue Produktionsverträge an italienischen Opernhäusern abschließen. Doch daraus wurde nichts. Die beiden kehrten mit leeren Händen nach Salzburg zurück, wo der Sohn seit August 1772 als Konzertmeister am fürstlichen Hof arbeitete.

… und einmal Beethoven

Ludwig van Beethovens Fünfte aus dem Jahr 1808 kennt jedes Kind, zumindest das unverwechselbare Ta-ta-ta-Taaa zur Eröffnung. Das Werk trägt den Beinamen „Schicksalssymphonie“. Viel ist über sie gesagt, noch mehr geschrieben worden. Es mag in diesem Werk um Beethovens persönliche Kämpfe gehen, wahrscheinlich mehr noch um die Ideale der Französischen Revolution. „So pocht das Schicksal an die Tür“, soll der Komponist selbst zu seiner Schöpfung gesagt haben. Später stellte sich heraus: Beethovens Biograf Anton Schindler hatte ihm dieses Zitat in den Mund gelegt. So oder so klingt die Musik vor allem im 1. Satz kämpferisch. Dass im Finale mit Massengesängen und Märschen offizielle Musikstücke der Französischen Revolution anklingen, ist vermutlich kein Zufall.

Tags: BregenzKonzertMusikWien
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