Vom Marienplatz zum Markusplatz: Legendäre Alpenüberquerung erstmals in Etappen wanderbar

Fast 300 Kilometer, 10.000 Höhenmeter und drei unabhängig buchbare Abschnitte: Der berühmte „Traumpfad“ München–Venedig wird neu konzipiert. © Andi Kern für Feuer und Eis

Für viele Wanderbegeisterte gehört sie zu den großen Lebensträumen: einmal zu Fuß über die Alpen bis zur Adria. Die Route „München–Venedig“, bekannt geworden durch den Wanderpionier Ludwig Graßler, zählt seit Jahrzehnten zu den berühmtesten Alpenüberquerungen Europas. Jetzt wird der legendäre „Traumpfad“ erstmals in einer neuen Form angeboten – aufgeteilt in mehrere eigenständige Abschnitte, die auch über mehrere Jahre hinweg absolviert werden können.

Vor mehr als 50 Jahren wanderte Graßler vom Münchner Marienplatz bis zum Markusplatz in Venedig. Seine in dem Buch „Zu Fuß über die Alpen“ beschriebene Route entwickelte sich zu einem Klassiker unter Fernwanderern. Die Originalstrecke umfasst rund 550 Kilometer und knapp 20.000 Höhenmeter und gilt bis heute als eine der anspruchsvollsten Alpenüberquerungen für Wanderer.

Genau diese Herausforderung machte die Tour für viele Menschen jedoch schwer erreichbar. Wer die gesamte Route absolvieren möchte, benötigt mehrere Wochen Zeit, eine gute körperliche Verfassung und die Bereitschaft, zahlreiche Nächte in Berghütten zu verbringen.

Der Spezialreiseveranstalter Feuer und Eis Touristik hat die historische Route deshalb für die Saison 2026 neu konzipiert. Entstanden ist eine Variante, die sich stärker an den Bedürfnissen moderner Wanderurlauber orientiert, ohne den Charakter der Alpenüberquerung zu verändern.

Statt einer mehrwöchigen Gesamtstrecke wird die Tour in drei eigenständige Abschnitte unterteilt. Jeder Abschnitt umfasst sechs Wandertage und kann unabhängig von den anderen absolviert werden. Dadurch wird es möglich, die komplette Alpenüberquerung über mehrere Urlaube oder sogar mehrere Jahre hinweg zu erwandern.

Die drei Teilstrecken führen:

Zusammen ergeben die drei Abschnitte rund 290 Kilometer Wanderstrecke und knapp 10.000 Höhenmeter.

„Viele Menschen träumen von einer Alpenüberquerung, scheitern aber an der nötigen Zeit oder am organisatorischen Aufwand“, erklärt Feuer und Eis Touristik. „Mit dem neuen Konzept kann dieser Traum Schritt für Schritt verwirklicht werden.“

Neben der flexiblen Aufteilung setzt das Konzept auf einen höheren Komfort. Die Übernachtungen erfolgen in Hotels und Gasthöfen, ergänzt durch Gepäcktransfers und detaillierte Tourenunterlagen. Dadurch richtet sich die Route nicht nur an erfahrene Fernwanderer, sondern auch an ambitionierte Genusswanderer.

Trotz der Anpassungen bleiben die landschaftlichen Höhepunkte der historischen Route erhalten. Die Strecke führt unter anderem durch das Karwendel, entlang des Achensees, vorbei am Schlegeisspeicher, über das Pfitscherjoch und durch die Dolomiten bis an die Adriaküste.

Am Ende bleibt dabei dasselbe Ziel wie schon zu Zeiten Ludwig Graßlers: Nach Tagen in den Bergen schließlich den Markusplatz in Venedig zu erreichen – und die Alpen aus eigener Kraft überquert zu haben.

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