Hohenemser Homunculus bleibt Publikumsmagnet

Fotos: Homunculus/Kurt Böckle

Das Figurentheaterfestival in Hohenems erreichte auch heuer 97 Prozent Auslastung. Unter dem Motto „Second Life“ überzeugte das Programm mit Publikumslieblingen, starken Stoffen und einem Überraschungserfolg.

Mit großem Publikumszuspruch ist das diesjährige Figurentheaterfestival Homunculus in Hohenems zu Ende gegangen. Eine Auslastung von 97 Prozent bestätigt erneut die besondere Bindung zwischen Festival und Publikum. Für Geschäftsführer Dieter Heidegger und die künstlerische Leiterin Susi Claus ist diese Bilanz ein klares Zeichen für die anhaltende Strahlkraft des internationalen Figurentheaters in Hohenems.

Bereits zum Auftakt hatte Bürgermeister Dieter Egger den Veranstaltern, dem gemeinnützigen Verein „Homunculus Figurentheater“, positive Nachrichten überbracht: Vonseiten der Stadt Hohenems sind keine Subventionskürzungen vorgesehen. Damit werde die kontinuierliche Arbeit des Vereins und der Stellenwert der Kultur gewürdigt, freut sich Dieter Heidegger.

Fotos: Homunculus/Kurt Böckle

Publikumslieblinge und Überraschungen

Unter dem Motto „Second Life“ setzte Homunculus auf bekannte künstlerische Handschriften und emotionale Stoffe. Die Werke von Publikumslieblingen wie Pavel Möller-Lück und Pierre Schäfer waren im Handumdrehen ausverkauft. Für einen Überraschungserfolg sorgte die kurzfristig eingesprungene Compagnie Puppenspiel.ch mit ihrem Stück „Herr Fässler und die Stürme der Liebe“. Auch Freaks und Fremde berührten mit „Der Fuchs, der den Verstand verlor“ sowie Susi Claus mit der szenischen Lesung „Einer von euch sein“, die die Lebensrealität junger Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus vermittelte. „Das heurige Festival hat wieder gezeigt, wie unmittelbar Figurentheater wirken kann: mit feinem Humor, großer erzählerischer Kraft und Themen, die dem Publikum nahegehen“, resümiert Susi Claus.

Ausblick auf 2027

Das 36. Figurentheaterfestival Homunculus findet vom 29. April bis 7. Mai 2027 statt. Das Motto lautet „Mythen, Märchen und Maschinen“. Erste Programmlinien liegen bereits vor. Fix ist bereits „Die Schöne und das Biest“ von Stefan Wey als Schattentheaterproduktion. „Ich habe schon sehr viele Compagnien im Kopf – mehr wird noch nicht verraten“, so Susi Claus.

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