An der Universität Liechtenstein in Vaduz hat am 11. Mai die ordentliche Generalversammlung der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer (LIHK) stattgefunden. Neben den statutarischen Geschäften standen aktuelle wirtschaftspolitische Themen, ein Referat von Wirtschaftsminister Hubert Büchel sowie die Ehrung langjähriger Mitgliedsunternehmen im Mittelpunkt.
LIHK-Präsident Klaus Risch führte durch den offiziellen Teil der Versammlung. Die anwesenden Mitglieder genehmigten einstimmig den Jahresbericht sowie die Jahresrechnung 2025, entlasteten den Vorstand und bestätigten die Revisoren für das Jahr 2026.

Einstimmig beschlossen wurde auch die Wahl von Viktor Molnár, Vorsitzender der Geschäftsführung der thyssenkrupp Presta AG, in den LIHK-Vorstand. Er übernimmt das Mandat bis zur Generalversammlung 2028. Klaus Risch betonte, dass mit Molnár ein erfahrener Branchenkenner und eine profilierte Führungspersönlichkeit für den Vorstand gewonnen werden konnte.
LIHK-Geschäftsführer Maximilian Rüdisser informierte zudem über aktuelle Schwerpunkte der Geschäftsstelle. Dazu zählen Verbesserungen bei der Kurzarbeitsentschädigung, eine Arbeitsgruppe zur Verwendung von Mitteln aus der OECD-Mindeststeuer zur Standortförderung sowie ein parlamentarischer Vorstoss für eine bessere Mobilfunkversorgung. Diese Themen basieren auf dem Positionspapier zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Liechtenstein, das 2025 veröffentlicht wurde.
Im Rahmen der Generalversammlung wurden auch langjährige Mitglieder geehrt: Optics Balzers AG für zehn Jahre Mitgliedschaft sowie FMA Mechatronic Solutions AG, NTi Audio AG und Umicore Thin Film Products AG für jeweils 25 Jahre Verbandszugehörigkeit.
Apéro im Anschluss an die Generalversammlung. Foto: Michael Zanghellini
Regierungsrat Hubert Büchel sprach in seinem Referat über aktuelle Projekte der Regierung. Dazu gehören unter anderem eine neue Sicherheitsstrategie für Liechtenstein sowie die geplante Revision des Gesetzes über die betriebliche Personalvorsorge. Er hob die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Regierung, Verwaltung und Wirtschaft hervor.
Zum Abschluss präsentierte Christian Frommelt (Bild unten) die Tätigkeitsfelder der Universität Liechtenstein und zeigte auf, wie Bildung, Forschung und Wissenstransfer die Wirtschaft unterstützen können.
An der Generalversammlung nahmen rund 60 Vertreter der Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Dienstleistung und Banken teil. Beim anschliessenden Apéro wurden Gespräche vertieft und neue Kontakte gepflegt.