Extreme Wetterereignisse stellen auch Feldkirch vor wachsende Herausforderungen. Entlang der Ill wurde der Hochwasserschutz in den vergangenen Jahren nach dem Stand der Technik verbessert. Besonders sensible Bereiche liegen entlang der Nafla sowie des Mühlbachs in Altenstadt. Hier werden Schutzmaßnahmen laufend erweitert.
Im Bereich Loger sind zusätzliche Rückhaltebecken geplant, ergänzend zu bestehenden Anlagen im Raum Valduna. Investitionen in die Abwasserinfrastruktur erhöhen die Belastbarkeit bei Starkregen, der Neubau der Naflabrücke beim Breitenweg ist ebenfalls Teil der Vorsorgestrategie. Klar ist jedoch: Bei extremen Niederschlagsmengen kann es punktuell weiterhin zu Überflutungen kommen. Bürgermeister Manfred Rädler betont: „Technische Schutzmaßnahmen sind entscheidend, doch absolute Sicherheit gibt es nicht. Ziel ist es, Risiken konsequent zu reduzieren und gleichzeitig das Bewusstsein für Eigenvorsorge zu stärken.“
Blackout: Handlungsfähigkeit sichern
Ein länger andauernder, überregionaler Stromausfall hätte erhebliche Auswirkungen auf Versorgung und Alltag. Die Stadt Feldkirch arbeitet daher intensiv an der Absicherung kritischer Infrastruktur. Priorität haben Seniorenheime und Einrichtungen für pflegebedürftige Personen, die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren sowie die Funktionsfähigkeit der Gemeindeeinsatzleitung. Das Wasserwerk der Stadtwerke Feldkirch ist auf die Aufrechterhaltung der Trinkwasserversorgung vorbereitet. Der Ausbau von Notstromanlagen im Bereich der Abwasserentsorgung soll hygienische Risiken verhindern. Kooperationen mit Treibstofflieferanten unterstützen den dauerhaften Betrieb systemrelevanter Einrichtungen.
Klare Strukturen im Ernstfall
Im Anlassfall koordiniert der Bürgermeister als Katastrophenbehörde gemeinsam mit einem geschulten Einsatzstab sämtliche Maßnahmen. Regelmäßige Übungen – auch für kombinierte Szenarien wie Starkregen und Stromausfall – stellen eine rasche und zielgerichtete Abstimmung zwischen Stadtverwaltung, Einsatzorganisationen und dem Land Vorarlberg sicher. Katastrophenschutzbeauftragter Josef Fröhlich erklärt: „Entscheidend ist, dass Kommunikation und Koordination auch unter außergewöhnlichen Bedingungen funktionieren. Je besser Abläufe vorbereitet sind, desto wirksamer kann im Ernstfall gehandelt werden.“
Eigenvorsorge als Schlüssel
Neben allen infrastrukturellen Investitionen bleibt die Eigenvorsorge zentral. Empfohlen werden etwa die Sicherung von Kellerbereichen, Rückstauklappen, ein Vorrat an Trinkwasser und haltbaren Lebensmitteln für mehrere Tage sowie ein persönlicher Notfallplan. Wer vorbereitet ist, erhöht die eigene Sicherheit und stärkt zugleich die Resilienz der gesamten Stadt.










