Funkenfeuer – gelebtes Brauchtum mit Verantwortung

Symbolbild: Bandi Koeck

In Vaduz und im ganzen Land werden am kommenden Wochenende wieder die traditionellen Funken abgebrannt. Damit dieses Brauchtum ungetrübt gepflegt werden kann, ist es entscheidend, dass ausschliesslich naturbelassenes Holz verwendet wird.

Früher wurde auf Funkenfeuern teilweise auch sogenanntes Abfallholz verbrannt. Diese Praxis ist seit einigen Jahren untersagt, da sie Risiken für Umwelt und Gesundheit birgt. Holz aus Abbrüchen, von Baustellen oder ausgediente Gegenstände wie Möbel, Paletten oder behandelte Zaunpfähle gelten als Abfall. Sie können Schwermetalle und andere Schadstoffe enthalten, die beim Verbrennen in die Luft gelangen. Besonders problematisch ist beschichtetes oder verleimtes Holz, da dabei unter freiem Himmel giftige Stoffe wie Dioxine entstehen können. Untersuchungen zeigen zudem, dass selbst vermeintlich unbehandelte Hölzer häufig belastet sind.

Zum Schutz von Mensch und Umwelt gilt daher – sowohl beim Funken als auch beim Heizen im privaten Bereich – die klare Empfehlung, nur trockenes, naturbelassenes Holz zu verbrennen und auf eine möglichst raucharme Verbrennung zu achten.

Historische Chronologie des alemannischen Funkenbrauchs

(Ostschweiz · Liechtenstein · Vorarlberg)

Vorchristliche Zeit (bis ca. 8. Jh.)

Mittelalter (ca. 9. – 15. Jh.)

Frühe Neuzeit (16. – 18. Jh.)

19. Jahrhundert

20. Jahrhundert (bes. nach 1945)

Seit ca. 1990er-Jahren

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