Um den Stadttunnel Feldkirch ab seiner Inbetriebnahme im Jahr 2030 nachhaltig wirksam zu machen, sind umfassende begleitende Maßnahmen vorgesehen. Diese sollen sicherstellen, dass der Verkehr langfristig reduziert wird und sich nicht wieder auf das bestehende Straßennetz verlagert.
„Klar ist: Ab 2030 soll der Stadttunnel Feldkirch das bestehende Straßennetz spürbar und dauerhaft entlasten“, erklärt Bürgermeister Manfred Rädler. „Damit es nicht nach kurzer Zeit wieder zu mehr Verkehr kommt, sind begleitende Maßnahmen vorgesehen, die auch im UVP-Bescheid vorgeschrieben sind.“ Dazu zählen LKW-Durchfahrtsverbote, niedrigere Geschwindigkeiten, eine gezielte Verkehrslenkung durch Ampeln sowie bauliche Maßnahmen in den Ortszentren von Tosters und Tisis.
Verkehrsentwicklung wird kontrolliert
Ob diese Maßnahmen die gewünschte Wirkung entfalten, wird in mehreren Phasen überprüft: Die zuständige Behörde führt Erhebungen ein Jahr vor und ein Jahr nach der Inbetriebnahme durch – sowie zwei und fünf Jahre später. Sollten die Verkehrszahlen höher ausfallen als erwartet, müssen zusätzliche Maßnahmen umgesetzt werden.
Bärenkreuzung und Schlossgraben im Fokus
Die Kosten für die begleitenden Maßnahmen werden je zur Hälfte vom Land Vorarlberg und der Stadt Feldkirch getragen. Die Planung und Umsetzung obliegt der Stadtplanung in Kooperation mit der Abteilung Straßenbau des Landes Vorarlberg. Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf dem Bereich rund um die Bärenkreuzung, den Schlossgraben und den Hirschgraben. „Wir sind dazu in Abstimmung mit der zuständigen Abteilung beim Land und bereiten nun die Ausschreibungsunterlagen für die Planungsleistungen vor“, so Vizebürgermeisterin Andrea Kerbleder.
Aufwertung der Liechtensteiner Straße
Für die Liechtensteiner Straße – zwischen dem Churer Tor und der Grenze zu Liechtenstein – liegen bereits Entwürfe des Planungsbüros „Verkehrsingenieure“ vor. Diese zeigen, wie der Bereich nach Verlagerung des Durchzugsverkehrs in den Untergrund zu einem attraktiven öffentlichen Raum mit Tempo 30 umgestaltet werden kann. Darüber hinaus wird die jetzige Landesstraße mit Eröffnung des Stadttunnels zur Gemeindestraße. Auch die Beschilderung für die LKW-Beschränkungen wurde bereits detailliert ausgearbeitet.
Weitere Informationen finden sich unter www.feldkirch.at/2030plus sowie www.stadttunnel-feldkirch.at.










