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Michael „Mimo“ Moser – Der rettungstauchende Bademeister von Eschen

von BAKI
15. Juni 2025
in Gsiberger, Liechtenstein
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Michael Moser in seinem Bademeister-Kabäuschen. Fotos: Bandi Koeck

Michael Moser in seinem Bademeister-Kabäuschen. Fotos: Bandi Koeck

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Wenn man das Hallenbad im liechtensteinischen Eschen betritt, weht einem nicht nur der typische Chlorgeruch entgegen – sondern auch der unerschütterliche Geist eines Mannes, der dieses Bad seit über drei Jahrzehnten mit Leben füllt: Michael „Mimo“ Moser. 59 Jahre alt, wortgewandt, herzlich – und eine lokale Institution. Seit 35 Jahren wacht er als Bademeister über das Geschehen im Wasser, hat Generationen von Schulklassen durch das Schwimmen begleitet, Leben gerettet und das Bad mit seiner Handschrift geprägt. Ein Mann, der sich nie scheute, Verantwortung zu übernehmen – weder im Wasser noch am Beckenrand.


Vom Spengler zum Lebensretter

Der Weg ins Hallenbad war keiner, den man planen kann. Ursprünglich absolvierte Moser eine Lehre als Autospengler, doch nach seiner Zeit im österreichischen Bundesheer – inklusive Sanitätsausbildung – entschloss er sich, neue Wege zu gehen. Die Autoindustrie war ihm zu eng geworden, der medizinische Bereich lockte. Nach Stationen im Krankenhaus Feldkirch – von der Chirurgie bis zum Krankentransport – hörte er zufällig, dass im Hallenbad Eschen ein Bademeister gesucht werde. „Ich war bei der Wasserrettung aktiv, Einsatztaucher, Notfallsanitäter – ich wusste, dass ich das kann“, sagt Moser rückblickend. Kurzerhand platzte er beim Personalamt in Vaduz während des Neun-Uhr-Kaffees hinein – und wurde zunächst belächelt. Zwei Stunden später hatte er einen Rückruf, ein Jahr später den Job. „Ich hab gespürt, dass ich das kriege. Ich war überzeugt von mir.“

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Ein Mann der Tat – und des Wassers

Moser ist nicht nur Bademeister, er ist auch Techniker, Psychologe, Hygienebeauftragter und Mediator. Sein Arbeitsfeld reicht von der Rettung Verunfallter bis zur Koordination der Reinigungsteams. „Ein guter Bademeister läuft barfuß. Nur so merkst du, wo es rutschig ist“, sagt er. Mit akribischer Genauigkeit betreut er zusammen mit seinem Team jährlich über 100.000 Gäste – darunter Schulkinder, Senioren, Familien, Sportler.

„Fast alle sind wirklich nette Menschen“, sagt er – doch es gibt Ausnahmen: Fotografierverbot wird ignoriert, Hormongesteuerte geraten in Rage, Kinder verletzen sich beim Sprungturm. In 35 Jahren hat er Reanimationen durchgeführt, schwere Unfälle behandelt, Schnittwunden versorgt. Aber: „Kein Todesfall. Alle Ertrunkenen konnten wir retten.“


Ein Techniker mit Herz

Technisch ist das Bad in Eschen ein Vorzeigemodell. Moser kennt jede Pumpe, jedes Ventil. Chlorproduktion, UV-Filter, Rückspülbecken – kein Detail entgeht ihm. Sogar die Schule nebenan wird mit der Abwärme des Bads beheizt. Der Betrieb ist durchorganisiert, digitalisiert – vom Reinigungsplan bis zum Wasserstand.

„Wir arbeiten mit Abklatschproben, mikroskopisch genaue Reinigungszyklen. Das Gesundheitsamt kommt gerne zu uns – weil wir professionell sind.“ Und das spürt man auch: Täglich wird gereinigt, alle 14 Tage desinfiziert, regelmäßig gemessen und überprüft. Es ist ein Ort der Präzision – mit einem Mann, der darin aufgeht.


Zwischen Fels und Frack – die Sehnsucht nach Tiefe

Neben dem Becken wartet ein anderes Element: das Meer. Moser ist leidenschaftlicher Taucher. In Ägypten, Thailand oder Südfrankreich hat er Wracks erkundet, abgestürzte Stukas und Handelsschiffe auf bis zu 68 Metern Tiefe besucht. „Unter Wasser bist du in einer anderen Welt. Es ist eine stille Faszination.“

Sein Tauchwissen bringt er auch in die Wasserrettung ein. Schon früh hat er Standards mitentwickelt – lange bevor es Wildwasserschulen gab. Es ist diese Kombination aus medizinischem Know-how, technischem Verständnis und Liebe zum Wasser, die ihn zu einer Ausnahmeerscheinung macht.


Ein Bademeister, wie es ihn kein zweites Mal gibt

Michael „Mimo“ Moser ist mehr als ein Bademeister. Er ist Mentor, Wächter, Erhalter, Optimierer. Er hat die Geschichte des Bads in Eschen mitgeschrieben – und sie mitgeprägt. Bald steht seine Pension bevor. Ganz gehen will er nicht. Vielleicht noch ein bisschen früher als geplant. Aber „noch ist es nicht so weit.“

In einer Welt, in der Vieles flüchtig geworden ist, ist Moser ein Fels in der Brandung. Einer, der Verantwortung lebt – Tag für Tag. Und dabei nie vergessen hat, worum es wirklich geht: um die Menschen, um Sicherheit, um Vertrauen. Und um das Wasser.

Factbox: Michael „Mimo“ Moser

  • Name: Michael „Mimo“ Moser
  • Geburtsjahr: 1965 (59 Jahre alt)
  • Wohnort / Wirkungsort: Eschen, Liechtenstein
  • Beruf: Bademeister, Rettungstaucher, Techniker
  • Arbeitsplatz: Hallenbad SZU Eschen
  • Im Dienst seit: 1990 (35 Jahre Berufserfahrung)
  • Frühere Berufe: Autospengler, Sanitäter im Krankenhaus Feldkirch
  • Ausbildungen: Notfallsanitäter, Rettungsschwimmer (alle Stufen), Einsatztaucher
  • Spezialgebiete: Wasserrettung, Hygiene- und Sicherheitsmanagement, technische Anlagenbetreuung
  • Besondere Leistungen: Zahlreiche Lebensrettungen, komplexe Reanimationen, Aufbau von Notfallstrukturen im Bad
  • Jährliche Besucherzahl im Bad: Rund 100.000
  • Lieblings-Tauchgebiete: Rotes Meer (Ägypten), Thailand, Südfrankreich (Fracktauchen bei Port-Cros)
  • Größte Tauchtiefe: Bis 68 Meter (Wrack „Donator“)
  • Charakteristisch: Direkt, engagiert, technisch versiert, menschennah
  • Motto: „Ich war überzeugt, dass ich das kriege.“

Tags: EschenGsibergerLiechtensteinPodcast
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