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Einblicke in die bunte Welt eines Künstlerehepaars

von BK
6. Februar 2020
in Gsiberger
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(c) Bandi Koeck

(c) Bandi Koeck

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Ruth Gabriela und Walter Schnetzer, seit dem Jahr 2000 glücklich verheiratet, haben eine große gemeinsame Leidenschaft: Die Kunst. Die beiden unterschiedlichen bildenden Künstler standen Gsi.News zu einem Interview zur Verfügung.

Ruth und Walter Schnetzer im Atelier in Rankweil. (c) Bandi Koeck

Herr Schnetzer, sie sind schon seit mehreren Dekaden als Kunstmaler tätig. Wie kam es dazu?

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Walter Schnetzer: Mit zehn Jahren begann ich zu zeichnen. Ich wollte immer schon Maler werden, weil ich sonst nichts kann (lacht). Angefangen habe ich mit Heraldik. Mein erstes Geld verdiente ich mit Wappen. Als ich merkte, dass hier eine große Nachfrage bestand, fokussierte ich mich darauf. Im Jahr 1980 habe ich mich dann selbstständig gemacht. Für die Wappen musste ich ein Kunstgewerbe anmelden. Nebenher habe ich surrealistische Zeichnungen und Ölbilder gemacht, welche in diversen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt wurden. Ende der 80er Jahre kam dann die Trompe l`Oeil -Malerei ins Spiel. Diverse Lokale in der Schweiz oder in Tirol konnte ich in verschiedenen Themen der Illusionsmalerei ausstatten. Es folgten diverse Lokalitäten wie mexikanische oder italienische Restaurants. In Italien habe ich ein ganzes Hotel in diesem Stil gemalt, es folgten auch Wellnessanlagen oder Schwimmbäder.

Während elf Jahren arbeitete Walter Schnetzer an dieser Villa in Rebstein/CH.

Welche inhaltlichen Themen behandeln Sie künstlerisch und was fasziniert sie am Surrealismus?

Walter Schnetzer: Meine Themen stammen aus der Zeitgeschichte oder aus dem sozialen Bereich. Mich berühren Weltanschauungen, aber auch der Nahostkonflikt oder die Demenz meiner mittlerweile verstorbenen Mutter. Viele meiner Werke sind gesellschaftskritisch. Daraus entwickele ich einzelne Geschichten. Ich beginne stets mit kleinen Zeichnungen. Aus manchen wird ein großformatiges Ölgemälde. Der Plan hat seine Existenzberechtigung, verändert sich aber während der Arbeit. Ich mache Allegorien. Mein Metier ist die realistische Darstellung, das übliche Spiel mit Licht und Schatten. Illusionen, die sich im Kopf abspielen respektive umgekehrt: Der Betrachter spinnt im Kopf meine dargestellten Geschichten weiter. Ich finde, dass sich einfach inhaltlich etwas bewegen muss. Ganz zum Schluss gebe ich dem Werk dann einen Titel. Titel meiner Bilder sind etwa „Da staunt der kleine Mohammed“, „Frutzgeister“ oder „Die Contessa und der Besuch im Vatikan“. Zur Entspannung mache ich auch abstrakte Bilder, bei denen ich mit Farben und Formen spiele. Im Schlosserhus gebe ich auch Workshops dazu. Dalí ist übrigens nicht mein großes Vorbild, sondern alte Meister wie Michelangelo, Raffael, genauso wie Ernst Fuchs von der Wiener Schule des fantastischen Realismus.

Porträt seiner demenzkranken Mutter.

Rückblickend auf die vergangenen Jahre, welche Aufträge sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Walter Schnetzer: Das aufregendste war ein Bordell in Luzern. Als ich den Auftrag bekam, dachte ich in meiner Naivität, dass es sich dabei um ein Nachtlokal handeln würde. Als ich die Auftraggeberin kennenlernte, hätte ich nicht vermutet, dass es sich dabei um die Bordellbesitzerin persönlich handelt. Es stellte sich heraus, dass ich in einem Lusthaus, das bereits in Betrieb war, verschiedene Räume malen sollte, was ich auch gemacht habe (grinst). Die leichtbekleideten Frauen, die dort arbeiteten und mir bei der Arbeit zusahen, waren allesamt nett. Darüber hinaus fallen mir zwei Aufträge ein, welche beide zehn Jahre Arbeit in Anspruch genommen haben: Das erste in Piemont, das sich von einem Landhaus in ein Hotel entwickelte. Zusammen mit meiner Frau Ruth konnten wir dort auch wohnen. Praktisch war auch, dass ich im Piemont auch Malkurse durchführen konnte.  Auf einer Messe lernte ich einen Schweizer kennen, der wollte, dass ich in seinem Neubau im Renaissancestil male. Daraus wurde dass ich das gesamte Haus mit allen Wänden, Decken, Bädern und Zimmern mitsamt dem Turm malte. Bei diesem Langzeitprojekt male ich heuer im bereits elften Jahr.

Frau Schnetzer, Sie haben früher als Verkäuferin in einem Sportgeschäft gearbeitet. Wie kam es dazu, dass Sie sich jetzt der Kunst widmen?

Ruth Gabriela Schnetzer: Als gelernte Frisörin war ich schon immer gerne kreativ tätig. Mir gefiel es schon von jeher, selber Karten zu gestalten. Ich arbeitete über 18 Jahre lang im hochwertigen Modebereich, weil ich dort meine Kreativität auch ausleben konnte. Als wir per Zufall die Möglichkeit bekamen, in Rankweil ein Atelier zu eröffnen, entschied ich mich spontan dazu, diesen Schritt gemeinsam mit meinem Gatten zu machen. Mein Wunsch, nur mehr Kunst zu machen, wurde zusehends größer. Somit konnten wir uns beide einen langgehegten Traum erfüllen.

Was ist nun von Ihnen beiden das Gemeinsame, das Verbindende?

Ruth Gabriela Schnetzer: Das Träumerische, weil wir beide in ähnlichen Kunstrichtungen denken. Zuhause schneide ich aus verschiedensten Zeitschriften Figuren aus, welche ich anschließend im Atelier zu kleinen Kunstwerken verarbeite. Meine Arbeiten umfassen Collagen und kunstvoll gestaltete Geschenkkarten für jeglichen Anlass. Ich kreiere keine herkömmlichen Karten, die in irgendeiner Schublade verschwinden, sondern kleine Kunstwerk.

Wenn man auf so engem Raum künstlerisch tätig ist, gibt es da nicht auch ab und an Reibungspunkte?

Ruth: Im Atelier sind wir zwei eins.

Walter: Aber sonst können wir wie Bettler streiten (beide lachen).

Ruth: Wenn ich das Atelier betrete, dann freue ich mich, ob Walter da ist oder nicht. Es ist für mich wie eine Insel, das Eintauchen in eine andere Welt, wo wir in unserer surrealen Bildgestaltung verschmelzen. Jeder auf seine individuelle Art. Wir hören dort Hörbücher und nützen den uns gebotenen Raum zum gemeinsamen Träumen. Trotzdem freuen wir uns aber über jeden Besuch.

Gibt es für Künstler wie euch so etwas wie Alltag?

Walter: Klar. Dazu gehört auch, dass ich Auftragsarbeiten abarbeiten muss, auch wenn ich keine Lust dazu habe. Natürlich habe ich auch Existenzängste, welche von Jahr zu Jahr stark schwanken können. Jedes Jahr muss man quasi wieder bei Null anfangen. Zusammen gelingt es uns aber jede Hürde zu schaffen.

Ruth Gabriela: Im Alltag können wir uns individuell anpassen. Wenn das Wetter schön ist, können wir eine Wanderung machen und dafür abends oder am Wochenende länger arbeiten. Wir genießen die Flexibilität und die Freiheit, welche dieser Beruf mit sich bringt.

Welche Projekte und Ziele hegt ihr für 2020?

Ruth Gabriela: Bei mir sind es Frauenmärkte und Messen.

Walter: Da mich Messen nicht mehr interessieren, lege ich meinen Jahresschwerpunkt auf Ausstellungen. In Buchs/CH in der Galerie L13 werde ich aktuelle Bilder von mir ausstellen. Weiters ist ein Katalog meiner Arbeiten in Planung.

Zur Person

  • Walter Schnetzer, geboren am 1. Juli 1956 in Bezau
  • Ruth Schnetzer, geboren am 8. August 1959 in Bregenz
  • Kontakt: www.schnetzer-art.at
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Kommentare 1

  1. Familie Mayer says:
    6 Jahren her

    Gefällt uns sehr gut was die beiden Rankler da machen.

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