Memoett: Wenn die ganze Tierfamilie gesucht wird

Memoett von Piatnik

Piatnik macht aus dem Memo-Klassiker ein Merkspiel mit Quartett-Twist

Memory kennt jeder, und gerade deshalb ist es schwierig, dem Prinzip etwas Neues abzugewinnen. Der Wiener Spieleverlag Piatnik versucht es mit „Memoett”. Das Spiel verbindet das klassische Memo-Prinzip mit Elementen eines Quartetts: Statt zwei gleiche Motive aufzudecken, müssen komplette Tierfamilien mit je vier Plättchen gefunden werden.

Worum geht’s?

12 Tierfamilien vom Eisbären über den Wolf und den Flamingo bis zum Seepferdchen haben sich aus den Augen verloren und wollen wieder vereint werden. Es genügt nicht, das richtige Tier zu finden. Die Karten müssen auch in der Reihenfolge von eins bis vier gesammelt werden. Aus dem Gedächtnisspiel wird so eine kleine Sortieraufgabe. Gemerkt werden muss, wo welches Tier liegt und auch, das wievielte Familienmitglied es ist.

So wird gespielt

In der einfacheren Variante werden zunächst sämtliche Karten mit genau einem Tier darauf herausgesucht und reihum verteilt. Die restlichen Plättchen werden gemischt und in einem 6×6-Raster verdeckt aufgelegt. Wer an der Reihe ist, deckt eine Karte auf, und die Familien wachsen Stück für Stück.

Die zweite Variante ist offener und anspruchsvoller: Alle Plättchen liegen von Beginn an verdeckt aus und stehen allen Mitspielenden offen. Wer das vierte Tier aufdeckt und damit eine Familie vervollständigt, erhält den gesamten Stapel. Am Ende gewinnt, wer die meisten Tierfamilien sammeln konnte. Hier wird es taktisch, denn wer ein Familienmitglied aufdeckt, liefert womöglich dem Nächsten die Vorlage.

Unser Eindruck

Auf dem Papier ist die Idee gut gewählt. Die Reihenfolge-Regel hebt Memoett vom Standard-Memo ab und beschäftigt Kinder auch dann, wenn die Eltern schon beim zehnten Memo-Durchgang innerlich abgeschaltet haben. Das Spiel soll Merkfähigkeit, Konzentration und Beobachtungsgabe fördern, und jedes Plättchen hält kleine Details für kleine Entdecker bereit.

Die zwei Varianten sind ein Pluspunkt, weil das Spiel mit den Kindern mitwachsen kann.

Offene Fragen, die in die Rezension gehören: Ist die Reihenfolge-Regel für Vierjährige nicht zu viel des Guten? Wie schnell ist man mit dem Raster durch? Und wie gut klappt das Spiel zu zweit im Vergleich zu viert?

Fazit

Memoett ist ein charmantes Kinderspiel für alle, die Memo mögen, aber ein bisschen mehr Futter wollen.

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