Der Countdown läuft: Am 14. September nimmt die Volksschule Feldkirch-Tosters ihren fertiggestellten Erweiterungsbau in Betrieb. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit bilden Alt- und Neubau künftig einen gemeinsamen Schulstandort mit einem modernen pädagogischen Konzept.
Seit Jänner 2025 wurde an der Volksschule Tosters gebaut. Wenige Tage nach dem Start ins neue Schuljahr können die Schüler:innen nun auch den Erweiterungsbau an der Egelseestraße beziehen. Acht neue Klassenräume, zwei Kleinklassen und eine Kleinsportturnhalle sind entstanden. Gleichzeitig wurde der Bestandsbau angepasst und mit dem Neubau zu einer gemeinsamen Schule verbunden. „Mit der Erweiterung erhält die Volksschule Tosters den Raum, den sie angesichts der Entwicklung der vergangenen Jahre dringend benötigt. Gleichzeitig schaffen wir gute Bedingungen für die Kinder, die Lehrpersonen und die Betreuung am Standort“, zeigt sich Bürgermeister Manfred Rädler erfreut.

Neues Lernkonzept
Mit dem Umbau verändert sich nicht nur die Größe der Schule, sondern auch die Art, wie die Räume genutzt werden. Statt langer Gänge mit abgeschlossenen Klassenzimmern setzt die Volksschule künftig auf offene und flexibel nutzbare Lernbereiche. Sie ermöglichen klassenübergreifendes Arbeiten, individuelle Förderung sowie unterschiedliche Formen des Lernens. Besonderes Augenmerk wurde auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder gelegt. Neben den Regelklassen stehen zwei Kleinklassen für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf sowie Therapie- und Rückzugsräume zur Verfügung. Damit können kleinere Gruppen ebenso Platz finden wie individuelle Betreuung und Förderung. Auch die außerschulische Betreuung erhält zusätzliche Möglichkeiten. Eine moderne Küche, ein Speiseraum und die direkte Anbindung an die Außenbereiche verbessern das Angebot am Standort. Für die außerschulische Tagesbetreuung sind derzeit 144 Kinder angemeldet.
Investition in Bildung
Der dreigeschossige Erweiterungsbau umfasst rund 2.820 Quadratmeter Nettonutzfläche und wurde in Massiv- und Holzbauweise errichtet. „Mit der Erweiterung ist es gelungen, Bestand und Neubau zu einem gemeinsamen Schulstandort zu verbinden. Gleichzeitig haben wir Räume geschaffen, die flexibel genutzt und an Veränderungen im Schulalltag angepasst werden können“, erklärt Baustadträtin und Vizebürgermeisterin Andrea Kerbleder. Nach aktuellem Stand bleibt das Projekt unter dem im Baubeschluss vorgesehenen Kostenrahmen von rund 14 Millionen Euro. Auch die Entwicklung der Schüler:innenzahlen unterstreicht den zusätzlichen Platzbedarf: Besuchten im Schuljahr 2016/17 noch 196 Kinder die Volksschule Tosters, sind es im neuen Schuljahr 278. Damit ist die Zahl innerhalb von zehn Jahren um mehr als 40 Prozent gestiegen. Die offizielle Eröffnung der erweiterten Volksschule ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.