Gemeinsame Podcastreihe zum heutigen Overshoot Day

Sandra Fausch von der Ackerschaft und Cornelia Wolf vom Hoi Laden diskutieren mit Liana über die Herkunft von Lebensmitteln, Kaufentscheidungen und Food Waste. Junge Menschen fragen nach: Wie verschieben wir den Overshoot Day? Foto: Aha Liechtenstein

Ressourcenverbrauch im Alltag, Liechtensteins Klimaziele unter der Lupe und konkrete Handlungsmöglichkeiten: Diesen und weiteren Themen widmet sich eine dreiteilige Podcastreihe von aha – Tipps & Infos für junge Leute und der SDG Allianz.

Am 11. Mai 2026 ist der nationale Overshoot Day für die Schweiz und Liechtenstein. Ab diesem Tag verbrauchen wir mehr natürliche Ressourcen, als die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Das restliche Jahr leben wir – ökologisch gesehen – auf Kosten künftiger Generationen und anderer Länder, die besser im Rahmen der natürlichen Kapazitäten wirtschaften. «Wir wollen lokale Lösungen thematisieren, denn unser Ressourcenverbrauch hängt mit konkreten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entscheidungen zusammen», erklärt Werner Pohl, Co-Präsident der SDG Allianz. Lisa Lüdtke, die beim aha unter anderem den aha-Momente-Podcast produziert, ergänzt: «Junge Menschen hören seit Jahren, was alles schiefläuft. In dieser Reihe geben wir auch ihnen Raum, um auf ihre Fragen konkrete Antworten zu bekommen.»

In der Podcastreihe zum nationalen Overshoot Day spricht das aha mit Gästen aus dem Netzwerk der SDG Allianz über liechtensteinische Klimaziele und konkrete Hebel im Alltag. Zum Start der Reihe erklärt Ruth Ospelt-Niepelt, Co-Präsidentin der SDG Allianz Liechtenstein, was die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) mit dem Overshoot Day zu tun haben. In Folge zwei spricht Karin Jehle vom Amt für Umwelt mit Muriel vom aha-Jugendteam über aktuelle Klimaziele und zentrale Hebel in Liechtenstein. Folge drei legt den Schwerpunkt auf den Einfluss von Konsum und Ernährung. Sandra Fausch von der Ackerschaft und Cornelia Wolf vom Hoi Laden diskutieren mit Liana über die Herkunft von Lebensmitteln, Kaufentscheidungen und Food Waste.

Die SDG Allianz Liechtenstein setzt sich seit fünf Jahren dafür ein, die SDGs in Liechtenstein sichtbar zu machen, Akteur:innen zu vernetzen und die Umsetzung nachhaltiger Entwicklung zu stärken. Die Podcastreihe ist ein neues Format, um Diskussionen anzustossen und aufzuzeigen, wo in Liechtenstein konkrete Handlungsmöglichkeiten liegen. Die erste Folge erscheint am nationalen Overshoot Day, 11. Mai. Die nächsten Folgen werden am 26. Mai und am 8. Juni im aha-Podcast «Dein aha-Moment» veröffentlicht.

Über das aha – Tipps & Infos für junge Leute
Das aha fungiert als zentrale Informationsdrehscheibe in Liechtenstein. Neben professionellen Informationsangeboten wie dem Podcast «Dein aha-Moment» bietet das aha vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche. Ein Herzstück ist das aha-Jugendteam, in dem junge Menschen zwischen 13 und 18 Jahren als Jugendreporter:innen oder Podcast-Hosts aktiv Inhalte gestalten und ihre Perspektiven einbringen können. Mit Programmen wie «jubel» (Jugendbeteiligung Liechtenstein) schafft das aha zudem Plattformen für den Dialog auf Augenhöhe zwischen Jugendlichen und Erwachsenen.

Über die SDG Allianz Liechtenstein

Die SDG Allianz Liechtenstein sensibilisiert die Öffentlichkeit für die SDGs und stellt den Bezug zu Liechtenstein her. Sie macht den Einsatz ihrer Mitglieder sichtbar, vernetzt Gleichgesinnte und stärkt den Umsetzungsprozess im Land. Die Dachorganisation informiert über den Stand der SDGs in Liechtenstein und schafft Räume für Austausch und Zusammenarbeit. Als Anlaufstelle für Politik und Wirtschaft vermittelt sie Expertise aus der Zivilgesellschaft. Im internationalen SDG-Netzwerk vertritt sie Liechtenstein. Wir sind überzeugt: Gemeinsam gestalten wir unsere Zukunft. Rund 70 Organisationen und Privatpersonen sind Teil der SDG Allianz Liechtenstein, weil ihnen die Umsetzung der 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung wichtig ist.

Hintergrund: Was sind die SDGs?

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) wurden 2015 von der UN-Generalversammlung als Agenda 2030 verabschiedet. Die Agenda 2030 stellt in ihrem Ansatz ein neues Verständnis von Armut und Ungleichheit, Umweltzerstörung und Klimawandel, Produktions- und Konsumweisen sowie menschenwürdiger Arbeit dar. Sie fordert einen Wandel, zu dem sich alle Staaten bekannt haben und vereint zum ersten Mal konsequent ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Politik und Wirtschaft haben dafür wichtige Hebel in der Hand, aber auch jede und jeder Einzelne kann einen Unterschied machen. Die SDGs greifen ineinander und sind unteilbar. Der zentrale Grundsatz dabei: Wir lassen niemanden zurück!

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