Spendensammlung im April setzt auf Solidarität und Unterstützung, um benachteiligten Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven zu geben.
Unter dem Motto „Gemeinsam stark für starke Kinder“ startet das Vorarlberger Kinderdorf im April seine jährliche Haussammlung. Seit 75 Jahren engagiert sich die Kinderschutzeinrichtung für benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie Familien in Vorarlberg.

Alexandra Wucher und Simon Burtscher. Foto: Mathis/Vbg.Kinderdorf
Damit Kinder Kind sein können
Die Einrichtung betreut und stärkt Kinder, die in schwierigen Lebenssituationen aufwachsen, mit einem breiten Spektrum an Maßnahmen – von präventiven und ambulanten über stationäre Angebote bis hin zu therapeutischen und traumapädagogischen Programmen. Der Gründer Hugo Kleinbrod legte 1951 den Grundstein für das, was heute als wichtiger Bestandteil der Vorarlberger Soziallandschaft gilt: Kindern und Jugendlichen, die in schwierigen Familiensituationen leben, Halt und die Chance auf eine bessere Zukunft zu bieten. „Unsere Kinder haben vieles erlebt. Unsere Aufgabe ist es, ihnen die Möglichkeit zu geben, Kind zu sein, und sie dabei zu unterstützen, wieder Vertrauen in sich selbst und das Leben zu finden“, sagt Geschäftsführerin Alexandra Wucher. Betont wird zudem, dass das Vorarlberger Kinderdorf nichts mit dem SOS-Kinderdorf zu tun hat, auf eine völlig eigenständige Entwicklung blickt und ausschließlich in Vorarlberg tätig ist.
Spenden für eine bessere Zukunft
Die Spendensammlung des Vorarlberger Kinderdorfs wird von vielen ehrenamtlichen Sammler:innen unterstützt, die direkt an den Haustüren um Spenden bitten. Die Gelder kommen einer Vielzahl von Projekten zugute, die den Kindern helfen, ihre Stärken zu entdecken. „Spenden sind für uns besonders wichtig, gerade in diesen finanziell angespannten Zeiten“, heißt es seitens des Vorarlberger Kinderdorfs.
Was wird mit Spenden finanziert?
Die Spendengelder fließen in verschiedene Bereiche, die für das Wohl der Kinder und Jugendlichen entscheidend sind. Dazu gehören therapeutische Angebote wie spezielle Traumatherapie für Kinder und Jugendliche, die schwere Erlebnisse verarbeiten müssen, Bildungsförderung und erlebnispädagogische Freizeitprogramme. Zudem wird die Ehemaligenbegleitung über Spenden finanziert. Sie steht ehemaligen Kinderdorfkindern auch mit rascher finanzieller Hilfe in Krisen und Notfällen zur Seite. „Für uns ist es wichtig, dass sich unsere Kinder gut entwickeln und ihre Talente entfalten können. Jeder Beitrag hilft dabei, dies möglich zu machen“, so die Leitung des Kinderdorfs, Simon Burtscher-Mathis und Alexandra Wucher.
Tradition und Solidarität Auch wenn es immer schwieriger wird, engagierte Sammler:innen zu finden, bleibt die Spendensammlung im April eine Tradition, die den Grundgedanken von Solidarität und gemeinschaftlichem Engagement unterstreicht. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewinnen Spendenaktionen wie diese an Bedeutung und tragen dazu bei, die Arbeit des Vorarlberger Kinderdorfs langfristig zu sichern.