In Götzis ist der nächste wichtige Schritt für die Sanierung und Erweiterung der Volksschule Markt erfolgt: Mit dem positiven Baubescheid kann das Großprojekt umgesetzt werden. Bereits angelaufen sind die Arbeiten für die Ersatzschule, der Baustart für das eigentliche Schulprojekt in der Schulgasse ist für Juli 2026 vorgesehen.
Trotz der angespannten finanziellen Lage vieler Vorarlberger Gemeinden hält Götzis an der Investition fest. Steigende Kosten, sinkende finanzielle Spielräume und zahlreiche Pflichtaufgaben setzen auch die Marktgemeinde unter Druck. Dennoch wurde ein Budget beschlossen, das die Sanierung und Erweiterung der Volksschule Markt absichert.
Geplant ist eine Kombination aus Erhalt des historischen Ortsbildes und moderner Schularchitektur. Das Siegerprojekt des Büros Bernardo Bader Architekt ZT GmbH sieht eine ökologische Bauweise, flexible Lernräume, eine Aula, eine Schulbibliothek und eine Doppelturnhalle vor. Auch Inklusion, ganztägige Schulformen und Nachhaltigkeit spielen in den Planungen eine zentrale Rolle. Die Blumenwiese im Zentrum bleibt unverbaut, das Schulareal soll weiterhin vor allem zu Fuß erreichbar sein und durch Verkehrsberuhigung ergänzt werden.

Bild: Marktgemeinde Götzis
Damit der Unterricht während der Bauzeit weiterlaufen kann, entsteht in der Altacherstraße eine Ersatzschule in Containerbauweise. Die Gemeindevertretung hatte dafür bereits im Dezember die Anmietung der Container für 29 Monate als wirtschaftlich günstigste Lösung beschlossen. In der Sitzung vom 16. März 2026 wurden weitere Vergaben einstimmig beschlossen. Im Juni soll der Abbruch des ehemaligen Sunnahüsles beginnen, im April werden die Container-Module aufgestellt.
Der Umzug der Volksschule Markt in die provisorischen Räume ist für das Ende des Schuljahres 2025/26 geplant, damit kein Standortwechsel während des laufenden Unterrichts nötig wird. Die Bauzeit für die neue Schule ist mit rund zwei Jahren angesetzt. Die Fertigstellung ist für das Schuljahr 2028/29 vorgesehen, danach wird die Ersatzschule wieder rückgebaut.
Die Investitionskosten für Neubau und Sanierung belaufen sich laut Gemeinde auf rund 34 Millionen Euro. Bürgermeister Manfred Böhmwalder bezeichnet das Vorhaben trotz der hohen Summe als bewusste Entscheidung für die Zukunft: Bildung sei eine zentrale Grundlage für gesellschaftliche Entwicklung, Chancengleichheit und die Attraktivität einer Gemeinde als Wohn- und Lebensort.