Feldkirch wurde im Rahmen der Ausschreibung zur öffentlich-öffentlichen Kooperation (ÖÖK) des Klima- und Energiefonds als eine von elf Städten ausgewählt, um mit gezielten Geldmitteln den eigenen Klimaneutralitätsfahrplan umzusetzen. Der Bund unterstützt damit Klein- und Mittelstädte zwischen 10.000 und 50.000 Einwohner, die bereits konkrete Klimaziele verfolgen. Über einen Zeitraum von drei Jahren fließen 500.000 Euro in die Bearbeitung von fünf zentralen Projekten der Stadt Feldkirch.
„Die Kooperation ist eine Anerkennung unserer konsequenten Klimapolitik. Die ausgewählten Projekte leisten einen direkten Beitrag zur CO₂-Reduktion und verbessern gleichzeitig die Lebensqualität in unserer Stadt“, freut sich Bürgermeister Manfred Rädler über die Förderzusage. Im Fokus der geplanten Maßnahmen steht unter anderem die Oberflächengestaltung und Regenwasserbewirtschaftung in der Innenstadt, die im Rahmen der Kanalsanierung umgesetzt wird. Die geplanten Veränderungen erhöhen die Klimaresilienz und werten gleichzeitig das Stadtbild auf. Ein weiteres Projekt betrifft die mögliche Sanierung der Seniorenbetreuungseinrichtung Haus Nofels in der Magdalenastraße. Dieses Vorhaben trägt zur Erfüllung der 3-Prozent-Sanierungspflicht nach der EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED III) bei und erhöht die Energieeffizienz im Bestand.
Ein innovativer Ansatz wird in der Vorarlberghalle verfolgt, wo die Energieflüsse optimiert und die Speichersteuerung netzdienlich ausgerichtet werden. „Das verbessert nicht nur die Wirtschaftlichkeit des Betriebs, sondern unterstützt auch das Energienetz“, so Energie-Stadtrat Bernhard Kiener. Zusätzlich wird das bestehende Energiemonitoring der Stadt weiterentwickelt. Die neue Systematik soll Abweichungen frühzeitig erkennen und damit die Grundlage für wirksame Einsparmaßnahmen schaffen.
Im Mobilitätsbereich wird ein Masterplan für Fußwege ausgearbeitet. Ergänzend dazu werden Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs, des öffentlichen Verkehrs und der Ladeinfrastruktur geprüft und integriert. Diese Schritte dienen der Reduktion verkehrsbedingter Emissionen und erhöhen gleichzeitig die Attraktivität umweltfreundlicher Mobilitätsformen.
Mit der Kooperationszusage beginnt nun die finale Abstimmungsphase. In den kommenden Wochen wird der Kooperationsvertrag mit dem Klima- und Energiefond unterzeichnet. Der Projektstart ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen. „Die Klimaneutralität ist eines der zentralen Zukunftsthemen für Städte und Gemeinden. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen alle an einem Strang ziehen. In Feldkirch wird deshalb bewusst abteilungsübergreifend gearbeitet, damit Maßnahmen koordiniert geplant und umgesetzt werden können“, betont Umwelt-Stadtrat Clemens Rauch.
