Rankweil gewinnt Benjeshecken-Challenge

Benjeshecke in Rankweil © Bernd Oswald

Im Rahmen des Interreg-Projekts „Zukunftsgrün – Spiel ohne Grenzen“ sicherte sich die Marktgemeinde Rankweil den ersten Platz bei der Challenge zur längsten Totholzhecke: Die teilnehmenden Rankweiler:innen  stapelten die meisten Äste und den größten Grünschnitt zu einer sogenannten Benjeshecke und setzten damit ein starkes Zeichen für Artenvielfalt und nachhaltige Kreislaufwirtschaft.

An der gemeinsamen Aktion beteiligten sich insgesamt 13 Städte und Gemeinden aus Vorarlberg, Deutschland und der Schweiz. Aus dem Bundesland Vorarlberg waren neben Rankweil auch Hohenems, Koblach und Lauterach dabei. Die Bevölkerung wurden dazu aufgerufen, ihren jährlichen Gehölzschnitt nicht zu entsorgen, sondern zu naturnahen Benjeshecken aufzuschichten – Lebensräume, die zahlreichen Insekten, Vögeln, Amphibien und Kleintieren Schutz und Nahrung bieten.

Um möglichst viele Menschen zur Teilnahme zu bewegen, setzten die Gemeinden auf unterschiedliche Initiativen: In Rankweil wurden unter allen Teilnehmenden Einkaufsgutscheine verlost, Hohenems gestaltete zur Information einen eigenen Comic, und Koblach sowie Lauterach informierten ausführlich über ihre Gemeindezeitungen und soziale Medien.

121 Hecken-Meter für Rankweil

Insgesamt kamen in Vorarlberg knapp 257 Laufmeter Totholzhecken zusammen. Mit 121 Metern trug Rankweil den größten Anteil bei und belegte damit den ersten Platz. Auf den weiteren Plätzen folgen Hohenems mit 74,5 Metern, Koblach mit 49 Metern und Lauterach mit 12,3 Metern. Auch außerhalb Vorarlbergs beteiligte sich die deutsche Gemeinde Memmingen mit zwölf Metern. Dass für eine Benjeshecke nicht viel Platz erforderlich ist, zeigt die kürzeste eingereichte Hecke: Mit lediglich zwei Metern Länge schafft auch sie wertvollen Lebensraum für die Tierwelt.

Benjeshecken bestehen aus locker geschichteten Ästen und Zweigen. Zum Bau werden in den Boden eingelassene Pfähle oder robuste Sträucher als Stütze genutzt, zwischen denen das Schnittgut aufgeschichtet wird. Die fertigen Hecken benötigen kaum Pflege; im Laufe der Zeit siedeln sich Pflanzen und Tiere an und tragen zur ökologischen Vielfalt bei.

Termin: Wer selbst lernen möchte, wie man eine Benjeshecke erstellt, hat dazu am Samstag, 21. März Gelegenheit. Der Obst- und Gartenbauverein zeigt, wie’s geht. Alle Infos unter Benjeshecken Kurs – Rankweil – Startseite – Freizeit – Veranstaltungen – Veranstaltungskalender.

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