10 °c
Bregenz
9 ° Di.
9 ° Mi.
8 ° Do.
8 ° Fr.
8 ° Sa.
gsi.news
kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
kein Ergebnis
Alles anzeigen
gsi.news
Start gsi.service gsi.event döt.gsi

Schüler erleben Erinnerungskultur hautnah

von BK
29. Januar 2025
in döt.gsi, Liechtenstein
A A
Zentral der Quader des Erinnerns. Fotos: Bandi Koeck

Zentral der Quader des Erinnerns. Fotos: Bandi Koeck

Share on FacebookShare on Twitter

Wie kann man sich nur annähernd die Dimension von eineinhalb Millionen ermordeter jüdischer Kinder vorstellen?

Von Bandi Koeck

WERBUNG

Diese Frage stand im Mittelpunkt der diesjährigen Gedenkveranstaltung zum Holocaust-Gedenktag, die seit dem Jahr 2007 jeden Januar am Schulzentrum Unterland in Eschen stattfindet. In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis von Yad Vashem Liechtenstein organisierte die Arbeitsgruppe Holocaust-Gedenktag der Oberschule Eschen eine bewegende Gedenkfeier mit über 400 Schülern sowohl von der Oberschule als auch Realschule.

Um die unvorstellbare Zahl eineinhalb Millionen unschuldige Kinder begreifbarer machen zu können, machten sich einige Lehrkräfte viele Gedanken. Ein zentrales Symbol des Gedenkens war der ein Meter große Plexiglaskubus, in den alle teilnehmenden Jugendlichen ein persönliches Spielzeug – ein Kuscheltier, ein kleines Auto oder eine andere Erinnerung – legten. Jedes dieser Spielzeuge wurde mit dem Namen eines ermordeten jüdischen Kindes versehen, um eine greifbare Verbindung zur Geschichte herzustellen. Die Spielsachen verbleiben als tägliche Erinnerung an die Opfer des Holocausts im Kubus. Begleitet wurde dieser Moment von der sanften Beleuchtung hunderter LED-Teelichter. Jeder Anwesende hielt ein Lichtlein in Händen und erhellte damit die abgedunkelte Aula. Es wurde gemeinsam eine ergreifende Atmosphäre geschaffen.

Ein besonderer musikalischer Moment

Für eine Überraschung sorgte der österreichische Künstler Manfred Bockelmann, der jüngere Bruder des legendären Musikers Udo Jürgens. Der 81-Jährige setzte sich spontan ans Klavier – ein Moment, der für alle Anwesenden unvergesslich blieb. Es war das erste Mal, dass Bockelmann eine Gedenkveranstaltung musikalisch begleitete.

Zeichnen gegen das Vergessen

Bockelmann kam bereits einen Tag zuvor nach Eschen und brachte seine Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ mit. Seine großformatigen Porträts von im Holocaust ermordeten Kindern und Jugendlichen, sind international bekannt. Mit Kohle malte er jüdische Kinder, Sinti und Roma sowie Opfer der NS-Euthanasie, die aufgrund von Trisomie 21 oder anderen Behinderungen ermordet wurden – in Konzentrationslagern oder in Anstalten. „Das was ich mache, ist nicht mehr als eine Träne im Ozean“, betonte Bockelmann mit Nachdruck. Unter den Porträts stehen die Namen und das Alter – vom Säugling über zweijährige Kleinkinder bis Jugendliche werden die Zeugnisse des Schreckens der Gräueltaten der Nazis und ihren Kollaborateuren ins Bewusstsein der Betrachter gerufen.

Der Künstler berichtete sehr einfühlsam über seine Arbeit und stellte eindrückliche Fragen: „Wie kann man sich vorstellen, dass Kinder in enge Viehwaggons gepfercht wurden, ohne Wasser, ohne Möglichkeit, sich zu setzen und tage- oder wochenlang quer durch Europa bis Auschwitz oder zu anderen Vernichtungslagern gebracht wurden?“ Besonders schockierend sei, dass die Nazis Kinder mit falschen Versprechungen in die Transporte lockten: „Sie sagten ihnen, dass sie zu ihren Eltern gebracht würden – doch stattdessen schickte man sie in die Gaskammern.“

Bockelmann hob hervor, dass seine Arbeit eine Herzensangelegenheit ist: „Ich verdiene mit meiner Kunst über den Holocaust kein Geld. Das könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.“ Sein Ziel sei es, junge Menschen zum Nachdenken zu bringen: „Wenn ihr Wahlplakate seht, auf denen Menschen diskriminiert werden, dann müsst ihr etwas unternehmen!“

Ein Projekt mit Tiefgang

Für die Jugendlichen der Schulen war die Begegnung mit Bockelmann und den Kinderporträts eine einmalige Erfahrung. „Es gibt nur eine Rasse – die Menschheit. Wir sind alle gleich.“ Diese Botschaft Bockelmanns blieb vielen besonders im Gedächtnis. Die Idee, sich aktiv an der Ausstellung zu beteiligen, wurde sehr positiv aufgenommen: Aus allen Klassen und Stufen beider Schulen durften Schüler bei der Einführung und beim Aufbau mitwirken.

Das Schulzentrum Unterland hat mit dieser Gedenkstunde eine bedeutende Plattform geschaffen, um Erinnerungskultur hautnah erlebbar zu machen. „Nie wieder ist jetzt!“ – das war die eindringliche Botschaft des Tages. Schüler, Lehrer und Gäste verliessen die Veranstaltung mit vielen Gedanken und dem klaren Bewusstsein, dass Erinnerung nicht nur Vergangenheitsbewältigung ist, sondern eine Verpflichtung für die Zukunft.

Die Ausstellung kann noch bis zum 14. Februar in der Aula des SZU in Eschen besucht werden. Am Samstag, 8. Februar findet eine öffentliche Führung statt. Weitere Informationen auf www.erinnern.li.

Mit dieser Veranstaltung wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt – für das Erinnern, gegen das Vergessen und den Unschuldigsten, den Kindern, ein würdiges Gedenken zu geben!

v.l.n.r. SL OSE John Zimmermann, YVFL-Präsident Benjamin Koeck, Verena Leija, Künstler Manfred Bockelmann, SL RSE Pascal Pellet und Arno Brändle.

INFOBOX: Manfred Bockelmann und sein Projekt „Zeichnen gegen das Vergessen“

  • Geboren 1943 in Österreich, als die Gräueltaten der Nazis ihren Höhepunkt erreichten
  • Seit vielen Jahren künstlerische Aufarbeitung des Holocausts
  • 140 x 100 cm große Kohleporträts von ermordeten Kindern
  • Die in Eschen ausgestellten Bilder wurden bereits im deutschen Bundestag ausgestellt
  • Über 150 Porträts entstanden – doch er zählt sie nicht: „Das haben die Nazis gemacht.“
  • Sein Ziel: Junge Menschen aufklären, gegen Rassismus und Diskriminierung aktiv werden
Tags: BerlinBildungEschenGeschichteHolocaustJugendlicheLiechtensteinShoahWien
teilenTweetteilensendensendenteilen
WERBUNG
vorheriger Artikel

Teilchen für Teilchen zum Glücksgefühl – heute ist Weltpuzzletag

nächster Artikel

Polizeiinspektion Lustenau unter neuer Leitung

weitere interessante Artikel

Foto: Landespolizei
Liechtenstein

Ereignisreiches Auffahrtswochenende für die Liechtensteiner Landespolizei

18. Mai 2026
LIHK-Geschäftsführer Maximilian Rüdisser; Christian Frei, Umicore Thin Film Products AG; Erich Trinkler, FMA Mechatronic Solutions AG; Matthias Hübner, Optics Balzers AG; Thomas Hupp; NTi Audio AG; LIHK-Präsident Klaus Risch. Foto: Michael Zanghellini
Liechtenstein

LIHK-Generalversammlung: Wirtschaftlicher Dialog im Fokus

15. Mai 2026
Sandra Fausch von der Ackerschaft und Cornelia Wolf vom Hoi Laden diskutieren mit Liana über die Herkunft von Lebensmitteln, Kaufentscheidungen und Food Waste.
Junge Menschen fragen nach: Wie verschieben wir den Overshoot Day? Foto: Aha Liechtenstein
gsi.verein

Gemeinsame Podcastreihe zum heutigen Overshoot Day

11. Mai 2026
Karate Nicki Cup Höchst 2026. Fotos: Bandi R. Koeck
döt.gsi

500 Karatekas, vier Nationen, ein emotionaler Hintergrund: Der Nicki Cup machte Höchst zum Zentrum des Nachwuchssports

10. Mai 2026
nächster Artikel
Foto: LPD

Polizeiinspektion Lustenau unter neuer Leitung

Heute beliebt

  • Die beiden herausragenden Künstler Matthias Baumgartner und Stefan Kresser. Fotos: Helmut Köck

    Zwischen Vergänglichkeit und Geborgenheit: Ausstellung von Matthias Masu Baumgartner und Stefan Kresser in Feldkirch

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Pädagogisch wertvolle Kinderserien unter der Lupe

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Fußball – der ANDERE Blick! –  SCR Altach : Ried 2:0 – Fazit – Rückblick – Ausblick!

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Ein musikalisches Pfingst-Highlight: VOICES präsentiert „Im Einklang“

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Feuer und Flamme: Hier in Schlins werden die besten Steaks mit viel Passion gemacht

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
WERBUNG

Kommentare

Fußball – der ANDERE Blick! –  SCR Altach : Ried 2:0 – Fazit – Rückblick – Ausblick!

von GEEN
17. Mai 2026
0

Fußball – der ANDERE Blick! –  SCR Altach : WAC 1:4 – Jetzt “brennt der Hut”

von GEEN
4. Mai 2026
0

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: KI als Spiegel der Seele

von ALWI
4. Mai 2026
0

Fußball – der ANDERE Blick! –  Der Traum vom Finalsieg ist geplatzt – ABER “Traurigkeit vergeht, der Stolz bleibt”

von GEEN
3. Mai 2026
0

Eventkalender

Bevorstehende Veranstaltungen
FL1 - Life in Schaan

gsi.news unterstützen

mit einem Einkauf über einen unserer
Partner-Links:
ebay
amazon.de
Facebook Twitter Instagram Youtube LinkedIn
  • Datenschutz
  • Impressum

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In

Add New Playlist