10 °c
Bregenz
9 ° Di.
9 ° Mi.
8 ° Do.
8 ° Fr.
8 ° Sa.
gsi.news
kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast
kein Ergebnis
Alles anzeigen
gsi.news
Start Liechtenstein

Liechtenstein reicht Staatenbeschwerde gegen die Tschechische Republik ein

von Red
25. August 2020
in Liechtenstein
A A
© Bandi Koeck

© Bandi Koeck

Share on FacebookShare on Twitter

Die liechtensteinische Regierung hat in ihrer Sitzung vom 18. August 2020 beschlossen, eine Staatenbeschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg einzureichen, um die Souveränität des Landes sicherzustellen. Die Regierung sieht die Souveränität des Landes in der Tschechischen Republik derzeit als nicht ausreichend respektiert an.

Hintergrund ist ein aktuelles höchstgerichtliches Urteil, in welchem erneut liechtensteinischen Staatsangehörigen bestehende Grundrechte mit der Begründung entzogen wurden, sie hätten bezüglich der Anwendung der Präsidialdekrete von 1945 als Deutsche zu gelten. Diese neuerliche Anwendung im Jahr 2020 entspricht einer offensichtlichen Missachtung der Souveränität Liechtensteins und der Identität seiner Staatsangehörigen. Um dies zu bekämpfen und damit die Souveränität Liechtensteins zu unterstreichen, wird das Rechtsschutzinstrument der Staatenbeschwerde ergriffen, welches in der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verankert ist.

Die unzulässige Zuordnung liechtensteinischer Staatsangehöriger als Personen deutscher Nationalität wird seit 1945 in der tschechischen Rechtsprechung immer wieder als Basis für Urteile zu Ungunsten liechtensteinischer Staatsangehöriger angewandt. Anlass für die aktuelle rechtliche Auseinandersetzung sind Urteile und Massnahmen tschechischer Verwaltungsbehörden und Gerichte, die seit 2014 ergriffen wurden. Damals wurde der Fürst von Liechtenstein Stiftung eine Klage eines tschechischen Amtes zugestellt, die letztlich zur Löschung von seit Jahrhunderten bestehenden, erst 2013 bestätigter Eigentumseintragungen im Grundbuch führte. Begründet wurden diese Vorgänge mit der – nachweislich falschen – Behauptung, Fürst Franz Josef II. hätte sich zur deutschen Nationalität im Sinne der tschechischen Präsidialdekrete bekannt. Für die Aufnahme des urkundlich vorliegenden Beweises, dass dem nicht so war, erklärten sich die tschechischen Gerichte als unzuständig.

Die abschliessende Entscheidung des tschechischen Verfassungsgerichts vom 20. Februar 2020 führte zu keiner Korrektur der inakzeptablen Vorgangsweise, liechtensteinische Staatsbürger als Deutsche zu behandeln. Damit wurden die falsche Anwendung der Präsidialdekrete von 1945 und die irrtümliche Zuordnung von liechtensteinischen Staatsbürgern zur deutschen Volkszugehörigkeit im Jahr 2020 bestätigt.

Das Verhalten und Vorgehen der tschechischen Behörden und Gerichte führt dazu, dass in über zwei Dutzend weiteren Verfahren einer Reihe von liechtensteinischen Staatsangehörigen ebenfalls entgegen gehalten wird, sie könnten keine Ansprüche in Zusammenhang mit Besitztümern in der Tschechischen Republik aus der Zeit vor 1945 in Anspruch nehmen, da die Klassifikation liechtensteinischer Staatsangehöriger als Deutsche feststehe.

Mit anderen neutralen Staaten, so etwa der Schweiz, war die Tschechische
Republik in den vergangenen Jahrzehnten bereit, bilaterale Lösungen in ähnlichen vermögensrechtlichen Fragen auszuhandeln. Mit Liechtenstein wurden jedoch nie Gespräche über die offenen vermögensrechtlichen Fragen geführt. Die Gesprächsverweigerung geht zu Lasten der Rechtsnachfolger aller 29 liechtensteinischen Staatsangehörigen, denen auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik rechtswidrig Vermögen entzogen und Entschädigungen verweigert wurden.

Die liechtensteinische Regierung geht mit der Staatenbeschwerde gegen die
Verletzung von Grundrechten durch die tschechischen Behörden, insbesondere jene auf ein faires Verfahren, auf Achtung des Privat- und Familienlebens (einschließlich des individuellen Rechts auf die Bestimmung der eigenen ethnischen Zugehörigkeit), den Schutz vor Diskriminierung und den Schutz des Eigentums vor. Die liechtensteinische Regierung kann wegen allfälliger Präzedenzwirkungen nicht hinnehmen, dass die tschechischen Behörden und Gerichte systematisch Liechtensteiner Staatsbürger weiterhin entgegen klarer Fakten als Deutsche klassifizieren. Liechtenstein ist seit 1806 ein souveräner Staat.

Die Regierung ist zur Gewährung des bestmöglichen Rechtsschutzes für ihre Staatsangehörigen verpflichtet. Liechtenstein stellt mit der Staatenbeschwerde nicht die Präsidialdekrete von 1945 an sich in Frage, sondern deren fälschliche Anwendung auf liechtensteinische Staatsangehörige.

Mit Erhebung der Staatenbeschwerde unterstreicht Liechtenstein den Willen, alle offenen Fragen in den Beziehungen mit der Tschechischen Republik auf der Basis des Rechts zu lösen. Dieses Vorgehen steht im Einklang mit der Aussenpolitik Liechtensteins, die sich traditionell für Rechtsstaatlichkeit einsetzt.

WERBUNG
Tags: Liechtenstein
teilenTweetteilensendensendenteilen
WERBUNG
vorheriger Artikel

Künstlerin aus Winterthur zu Gast in der Montfortstadt

nächster Artikel

„Im Traumberuf angekommen“

weitere interessante Artikel

Regierungschefin Brigitte Haas empfängt IWF-Direktorin Kristalina Georgieva am 18. Januar 2026 in Vaduz. (Quelle: IKR/Julian Konrad)
Liechtenstein

Regierungschefin Brigitte Haas empfängt IWF-Direktorin Kristalina Georgieva

22. Januar 2026
Regierungschefin Brigitte Haas, S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein und Bundesrat Martin Pfister am WEF 2026. (Quelle: IKR/Yannick Zurflüh)
Liechtenstein

S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein und Regierungschefin Brigitte Haas am WEF in Davos

21. Januar 2026
Drei Schüler des Liechtensteinischen Gymnasiums im Interview mit Markus Gstöhl. Die Ergebnisse ihrer Recherche sind ab sofort auf der Plattform Backstage.li zu hören. Foto: aha
Liechtenstein

Mikrofon statt Schulbank: Wenn Jugendliche der Politik eine Stimme geben 

21. Januar 2026
Liechtensteins Regierungschefin Brigitte Haas und Stv.  Sabine Monauni. Foto: Bandi Koeck
Liechtenstein

Liechtensteins Regierung beschliesst Mandat für Verhandlungen über Handelsabkommen mit den USA

21. Januar 2026
nächster Artikel
© Vbg. KHBG

„Im Traumberuf angekommen“

Heute beliebt

  • Rückkehr auf die Bühne: Die Saumarkttheaterkinder sind wieder im Einsatz

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Alberts Notion: Gefahren des Reichtums

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Saumarkt Theater Kinder mit neuem Stück auf Weihnachtsfahrt

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Saumarkt TheaterKinder: Weihnachtstheater im Expresstempo

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
  • Alle Faschingsumzüge im Überblick: Die Fasnacht 2026 in Liechtenstein, Vorarlberg und der Ostschweiz

    0 shares
    teilen 0 Tweet 0
WERBUNG

Kommentare

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: Gefahren des Reichtums

von ANDA
22. Januar 2026
0

Dr. Albert Wittwer

Alberts Notion: Die Verachtung der Moral

von ANDA
10. Januar 2026
0

Dr. Albert Wittwer

Alberst Notion: Klimaklage. Weihnachtsgeschenk aus der Schweiz

von ANDA
23. Dezember 2025
0

© Bild von Ylanite Koppens auf Pixabay

Susis Gedankenwelt Weihnachtsspezial – Von drauß‘ vom Laden komm ich her  

von SUSI
21. Dezember 2025
0

Eventkalender

Bevorstehende Veranstaltungen

gsi.news unterstützen

mit einem Einkauf über einen unserer
Partner-Links:
ebay
amazon.de
Facebook Twitter Instagram Youtube LinkedIn
  • Datenschutz
  • Impressum

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

kein Ergebnis
Alles anzeigen
  • Vorarlberg
  • LIECHTENSTEIN
  • Welt
  • Politik
  • WIRTSCHAFT/RECHT
  • Kultur
  • Sport
  • Gsiberger
  • gsi.verein
  • gsi.service
    • Eventkalender
    • gsi.event
    • gsi.job
    • gsi.reisen
    • gsi.spiele
    • gsi.trends
    • gsi.wohnen
  • Meinung
    • gsi.kolumne
  • gsi.podcast

© 2022 GSI.NEWS GMBH & KOECKTAIL MEDIA

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In

Add New Playlist